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Fragen & Antworten

Präventive Onkologie

Wie sollte man sich ernähren, um Krebs vorzubeugen?

1) Essen Sie verschiedene gesunde Nahrungsmittel, vor allem pflanzlichen Ursprungs

  • * Essen Sie jeden Tag 5 oder mehr Portionen verschiedener Gemüse- und Obstsorten

  • * Bevorzugen Sie Vollkorngetreide anstelle von verarbeiteten (raffinierten) Getreideprodukten und Zucker

  • * Schränken Sie den Verzehr von rotem Fleisch ein, insbesondere von fettem und verarbeitetem Fleisch

  • * Als Proteinquelle sollten Fisch, Huhn und Bohnen statt Rind-, Ziegen- und Lammfleisch bevorzugt werden

  • * Wird rotes Fleisch gegessen, sollten dünne und kleine Portionen gewählt werden

  • * Fleisch sollte im Ofen, auf dem Grill oder gekocht zubereitet werden, statt es zu braten oder zu rösten

  • * Wird auswärts zubereitetes Essen verzehrt, sollten fett-, kalorien- und zuckerarme Speisen bevorzugt und große Portionen vermieden werden

  • * Fettarme Kuchen, Torten und ähnliche Lebensmittel sind meist kalorienreich

  • * Statt kalorienreicher Fertigprodukte wie Pommes frites, Cheeseburger, Pizza, Eis und anderen Süßigkeiten sollten Obst, Gemüse und andere kalorienarme Lebensmittel bevorzugt werden

2) Halten Sie ein Leben lang ein gesundes Gewicht.

  • *Die Kalorienzufuhr muss auf die körperliche Aktivität abgestimmt werden

  • *Wer in letzter Zeit viel zugenommen hat oder adipös ist, sollte abnehmen, sein Idealgewicht erreichen und halten.

3) Der Konsum alkoholischer Getränke sollte eingeschränkt werden.

Verursacht eine Ernährung mit hohem Fettanteil Krebs?

Es ist bekannt, dass fettreiche Ernährung das Risiko für Dickdarmkrebs (Kolon und Rektum), Prostatakrebs und Gebärmutterkrebs (Endometrium) erhöht. Studien zeigen, dass die Gesamtfettmenge und die besondere Art des Fetts (gesättigte, einfach ungesättigte und mehrfach ungesättigte Fette) mit der Krebsentstehung zusammenhängen. Das Krebsrisiko durch die gesättigten Fette im roten Fleisch ist deutlich höher als das durch die Omega-3-Fettsäuren im Fisch und die einfach ungesättigten Fette in der Olive.

Verursacht Adipositas Krebs?

Durch epidemiologische Studien und Tierstudien ist belegt, dass Übergewicht und Adipositas mit den folgenden Krebsarten in Verbindung stehen.
1. Brustkrebs
2. Darmkrebs (Kolon)
3. Gebärmutterkrebs (Endometrium)
4. Speiseröhrenkrebs (Ösophagus)
5. Gallenblasenkrebs
6. Bauchspeicheldrüsenkrebs
7. Nierenkrebs

Welcher Zusammenhang besteht zwischen Ernährung, körperlicher Aktivität und Krebs?

Es ist bekannt, dass Ernährung und körperliche Aktivität nicht nur mit Krebs, sondern mit vielen wichtigen Erkrankungen zusammenhängen, die einen großen Teil der Bevölkerung betreffen, wie Bluthochdruck, erhöhtes Cholesterin, koronare Herzkrankheit und Zuckerkrankheit. Es wurde gezeigt, dass körperliche Aktivität mit mittlerer Intensität an mindestens 3 Tagen pro Woche das Krebsrisiko senkt.

Welche körperlichen Aktivitäten kann ich für ein gesundes Leben ausüben?
  • 1. Nehmen Sie die Treppe statt des Aufzugs

  • 2. Gehen Sie, wenn möglich, zu Fuß oder mit dem Fahrrad zur Arbeit

  • 3. Treiben Sie in der Mittagspause Sport

  • 4. Legen Sie für zügiges Gehen eine zehnminütige Bewegungspause ein

  • 5. Statt Ihren Kolleginnen und Kollegen eine E-Mail zu schicken, gehen Sie hin und teilen Sie es ihnen persönlich mit

  • 6. Bevorzugen Sie als soziale Aktivität Betätigungen wie Tanzen

  • 7. Planen Sie aktive Urlaube und betätigen Sie sich sportlich

  • 8. Steigern Sie die tägliche Bewegungsmenge mit der Zeit

Welche Risikofaktoren gibt es für Brustkrebs?

Brustkrebs ist in unserem Land die häufigste Krebsart bei Frauen. Die erste Regelblutung vor dem 12. Lebensjahr, nie geboren zu haben oder die erste Geburt nach dem 30. Lebensjahr, ein später Eintritt in die Wechseljahre und Brustkrebs in der Familie sind Faktoren, die das Brustkrebsrisiko erhöhen. Dagegen senken Verhaltensweisen wie der Verzicht auf eine unnötige Hormonersatztherapie, die Vermeidung von Adipositas, körperliche Aktivität und Stillen dieses Risiko.

Welche Risikofaktoren gibt es für Dickdarmkrebs (kolorektales Karzinom)?

Das kolorektale Karzinom gehört zu den 5 häufigsten Krebsarten. Bei Personen mit kolorektalem Krebs in der Familie erhöhen Rauchen und wahrscheinlich übermäßiger Alkoholkonsum das Risiko für Dickdarmkrebs. Das Risiko kann durch die Einnahme von Aspirin oder anderen nichtsteroidalen Entzündungshemmern und wahrscheinlich durch eine Hormonersatztherapie gesenkt werden. Die besten Empfehlungen zur Senkung des Dickdarmkrebsrisikos sind: Intensität und Dauer der körperlichen Aktivität steigern, den Verzehr von rotem Fleisch einschränken, Adipositas vermeiden und nicht zu viel Alkohol trinken.

Welche Risikofaktoren gibt es für Lungenkrebs?

Lungenkrebs ist in unserem Land und weltweit die Krebsart mit den meisten Todesfällen. Mehr als 85 % der Lungenkrebsfälle stehen im Zusammenhang mit dem Rauchen. Der Rauchstopp ist der wichtigste Weg, Lungenkrebs vorzubeugen.

Verursacht Kaffeetrinken Krebs?

Bei manchen Frauen kann Kaffee die Beschwerden einer fibrozystischen Mastopathie (einer Art gutartiger Brusterkrankung) verstärken, es gibt jedoch keine Hinweise darauf, dass er das Brustkrebsrisiko oder das Risiko anderer Krebsarten erhöht.

Welcher Zusammenhang besteht zwischen dem Verzehr von rotem Fleisch und Krebs?

Ein übermäßiger Verzehr von rotem Fleisch hat einen direkten Einfluss auf Krebs. Tierische Lebensmittel sind die Hauptquelle für gesättigte Fette und Cholesterin. Obwohl Fleisch eine Quelle für viel Protein und Mineralstoffe ist, wurde in Studien gezeigt, dass ein übermäßiger Verzehr von Fleisch, insbesondere von rotem Fleisch, das Risiko für viele Krebsarten erhöht, allen voran für Darm- und Prostatakrebs.

Kann die Zubereitungsart des Fleisches das Krebsrisiko beeinflussen?

Fleisch muss gut durchgegart werden, um die darin enthaltenen schädlichen Mikroorganismen abzutöten. Einige Studien legen jedoch nahe, dass Kochen, Braten und Grillen bei sehr hohen Temperaturen das Krebsrisiko erhöhen können, weil dabei chemische Stoffe freigesetzt werden können. Das Garen im Dampf, im Wasserbad, langsam bei schwacher Hitze mit sehr wenig Wasser oder in der Mikrowelle minimiert die Freisetzung dieser Chemikalien.

Können Sojaprodukte das Krebsrisiko senken?

Sojahaltige Lebensmittel sind eine ausgezeichnete Proteinquelle und eine gute Alternative zu Fleisch. In Tierstudien zeigte sich, dass Soja vor hormonabhängigen Krebsarten schützt, da es viele Phytochemikalien mit schwacher östrogener Aktivität enthält. Es wurde gezeigt, dass der Verzehr von Sojamehl oder Sojamilch den Östrogenspiegel im Kreislauf senkt. Die in Soja enthaltenen Phytoöstrogene haben jedoch eine schwache östrogene Aktivität, und die Wirkung des Verzehrs von Soja oder sojahaltigen Lebensmitteln in bestimmten Dosen auf das Krebsrisiko ist nicht bekannt. Theoretisch wird angenommen, dass hoch dosiertes Soja bei manchen Personen das Risiko hormonempfindlicher Krebsarten wie Brust- und Endometriumkrebs erhöhen könnte. Man sollte nicht absichtlich hohe Dosen Soja über die Ernährung aufnehmen und keine sojahaltigen Tabletten, Pulver oder isolierten oder konzentrierten Isoflavone einnehmen.

Erhöht ein hoher Salzkonsum das Krebsrisiko?

Studien in einigen Ländern bringen ein erhöhtes Auftreten von Magen-, Nasen-Rachen- und Rachenkrebs mit durch Einsalzen haltbar gemachten Lebensmitteln und mit dem Einlegen in Salzlake in Verbindung. Es gibt keinen Beleg dafür, dass das beim Kochen und zur Geschmacksverbesserung verwendete Salz das Krebsrisiko beeinflusst.

Senkt Vitamin A das Krebsrisiko?

Vitamin A (Retinol) wird entweder aus dem Beta-Carotin in Pflanzen oder aus tierischen Produkten gewonnen. Es wurde gezeigt, dass eine Vitamin-A-Ergänzung in Tablettenform das Krebsrisiko nicht senkt, sondern dass eine hoch dosierte Ergänzung im Gegenteil das Lungenkrebsrisiko erhöht.

Senkt Vitamin C das Krebsrisiko?

Vitamin C kommt in vielen Obst- und Gemüsesorten vor. In vielen Studien wurde ein Zusammenhang zwischen hohem Vitamin-C-Verzehr und vermindertem Krebsrisiko nahegelegt, es gibt jedoch auch Studien, die zeigen, dass eine Vitamin-C-Ergänzung nicht zu einer Senkung des Krebsrisikos führt.

Steht Kalzium im Zusammenhang mit Krebs?

Viele Studien haben gezeigt, dass kalziumreiche Lebensmittel zur Senkung des Risikos für kolorektalen Krebs beitragen und dass eine Kalziumergänzung die Entstehung kolorektaler Adenome teilweise verringert. Sowohl Frauen als auch Männer sollten darauf achten, Kalzium vor allem aus Lebensmitteln in den empfohlenen Mengen aufzunehmen. Die empfohlene Kalziumzufuhr beträgt für Personen zwischen 19 und 50 Jahren 1000 mg pro Tag und für Personen über 50 Jahren 1200 mg pro Tag. Die kalziumreichsten Quellen sind Milchprodukte, einige ballaststoffreiche Gemüse und Blattgemüse. Wer seinen Kalziumbedarf über Milchprodukte deckt, sollte fettfreie oder fettarme Milchprodukte bevorzugen, um die Menge an gesättigtem Fett zu verringern. Wer zusätzliches Kalzium einnehmen möchte, sollte eine Ärztin oder einen Arzt konsultieren.

Was ist Selen und kann es das Krebsrisiko erhöhen?

Selen ist ein Element, das der Körper als Teil des antioxidativen Abwehrmechanismus benötigt. Tierstudien legen nahe, dass Selen vor Krebs schützt. In einer anderen Studie wurde gezeigt, dass sich mit einer Selenergänzung Lungen-, Dickdarm- und Prostatakrebs verhindern lassen. Zusätzlich eingenommenes Selen sollte 200 Mikrogramm pro Tag nicht überschreiten. Meeresfrüchte, Fleisch und Hülsenfrüchte sind gute Selenquellen.

Was sind Phytochemikalien und senken sie das Krebsrisiko?

Der Begriff Phytochemikalie bezeichnet sehr unterschiedliche Verbindungen, die aus Pflanzen gewonnen werden. Einige dieser Verbindungen schützen die Pflanzen vor schädlichen Insekten oder haben biologisch andere wichtige Funktionen. Einige haben sowohl in den Pflanzen als auch beim Menschen, der sie verzehrt, hormonähnliche oder antioxidative Wirkungen. Da der Verzehr von Gemüse und Obst das Krebsrisiko senkt, untersuchen Forscher den Beitrag dieser Verbindungen zu den nützlichen Wirkungen. Es gibt keinen Beleg dafür, dass zusätzlich eingenommene Phytochemikalien nützlicher sind als solche aus Gemüse, Obst und Hülsenfrüchten.

Was sind Antioxidantien und wie stehen sie im Zusammenhang mit Krebs?

Einige Nährstoffe in Gemüse und Obst schützen den Körper vor Gewebeschäden, die beim normalen Stoffwechsel entstehen. Da diese Schäden das Krebsrisiko erhöhen, wird angenommen, dass Antioxidantien vor Krebs schützen. Zu den Antioxidantien gehören Vitamin C, Vitamin E, Selen, Carotin und zahlreiche weitere Phytochemikalien. Studien legen nahe, dass Menschen, die mehr Gemüse und Obst als reiche Antioxidantienquellen verzehren, ein geringeres Risiko haben, an bestimmten Krebsarten zu erkranken. Die derzeit beste Empfehlung zur Senkung des Krebsrisikos lautet, Antioxidantien auf natürliche Weise über die Nahrung und nicht über Zusatzpräparate aufzunehmen.

Senkt Beta-Carotin das Krebsrisiko?

Beta-Carotin, ein dem Vitamin A chemisch ähnliches Antioxidans, kommt in Gemüse und Obst vor, und da der Verzehr von Gemüse und Obst das Krebsrisiko senkt, ist es naheliegend anzunehmen, dass eine zusätzliche Einnahme von hoch dosiertem Beta-Carotin das Krebsrisiko senken könnte. Die Einnahme von Beta-Carotin und/oder Vitamin A in Tablettenform hat bei Rauchern jedoch das Lungenkrebsrisiko erhöht (nicht gesenkt).

Verursachen Pestizide Krebs?

Der Einsatz von Stoffen oder Stoffgemischen (Pestiziden), die verwendet werden, um schädliche Organismen abzuwehren, zu kontrollieren oder ihren Schaden zu verringern, ist wie in der ganzen Welt auch in der Türkei kontrolliert. Die derzeit in unserem Land verwendeten Pestizide sind Verbindungen, die im Hinblick auf krebserregende Wirkungen kontrolliert werden. Um Pestizidrückstände auf Lebensmitteln zu beseitigen, genügen angemessene Hygienemaßnahmen. Das größte Risiko besteht für die Person, die das Pestizid ausbringt (in unserem Land der Landwirt oder Erzeuger), und für die Menschen in ihrer Umgebung.

Kann Hautkrebs früh erkannt werden? Auf welche Anzeichen ist beim Melanom zu achten?

Hautkrebs ist eine Krebsart, die bei guter Beobachtung sehr früh diagnostiziert und behandelt werden kann. Hautkrebs lässt sich mit der ABCDE-Regel leicht erkennen. Diese lautet:

  • • A: Asymmetrie: eine Hälfte des Muttermals unterscheidet sich von der anderen

  • • B: Randunregelmäßigkeit: die Ränder sind nicht gleichmäßig, sondern erhaben oder gezackt

  • • C: Farbveränderung, Farbunregelmäßigkeit: es enthält mehr als eine Farbe und hat keine einheitliche Farbe

  • • D: Veränderung von Größe und Durchmesser: der Durchmesser nimmt plötzlich zu

  • • E: Erhabenheit: ein Bereich des Muttermals wölbt sich nach oben

Was sind die Risikofaktoren und Symptome von Gebärmutterhalskrebs (Zervixkarzinom)?

Risikofaktoren für Gebärmutterhalskrebs:

  • • Infektion mit dem humanen Papillomavirus (HPV): der wichtigste Risikofaktor für Gebärmutterhalskrebs.

  • • Sexuelle Vorgeschichte: erster Geschlechtsverkehr in jungem Alter, Geschlechtsverkehr mit mehreren Personen

  • • Geburtsgeschichte: viele Geburten erhöhen das Risiko für Gebärmutterhalskrebs.

  • • Einnahme oraler Kontrazeptiva (Antibabypille) über mehr als 5 Jahre

  • • Rauchen

Die häufigsten Symptome bei Gebärmutterhalskrebs:

  • • Ungewöhnlicher Ausfluss (außerhalb der Regelblutung)

  • • Schmierblutungen oder leichte Blutungen außerhalb der normalen Regelblutung

  • • Blutungen oder Schmerzen beim Geschlechtsverkehr

Bei welchen Krebsarten erhöht das Rauchen das Risiko?

Rauchen erhöht das Risiko für viele Krebsarten, allen voran Lungenkrebs, aber auch für Krebs in Mund, Zunge, Lippe, Rachen (Pharynx), Kehlkopf (Larynx), Speiseröhre (Ösophagus), Magen, Niere, Bauchspeicheldrüse, Harnblase und Gebärmutterhals (Zervix). Darüber hinaus ist bekannt, dass es zu einer Zunahme von Blutkrebs (Leukämien) führt.

Wann beginnen sich die Auswirkungen auf die Gesundheit zu zeigen, wenn man mit dem Rauchen aufhört?

Nach 20 Minuten → Puls, Blutdruck und Körpertemperatur normalisieren sich
Nach 24 Stunden → Das Kohlenmonoxid im Blut nimmt rasch ab
Nach 2 Wochen bis 3 Monaten →
- Die Belastbarkeit nimmt zu
- Falls Husten besteht, lässt er nach und verschwindet innerhalb von 3 Monaten
- Falls Auswurf besteht, nimmt er innerhalb von 2 Wochen um die Hälfte ab
- Das Atmen fällt leichter
- Geruchs- und Geschmackssinn verbessern sich
- Das Immunsystem beginnt sich zu stärken
- Gelbe Flecken an Zähnen und Fingern verschwinden
Nach 1 Jahr →
- Das Herzinfarktrisiko beginnt bereits in den ersten Tagen zu sinken, nach einem Jahr hat sich das Risiko um 50 % verringert
- Das Risiko für Hirnblutungen und die Gefäßerkrankung der Beine (Morbus Buerger) sinkt um 30-50 %
- Das Entstehen von Lungenerkrankungen, die zu Atemversagen führen können, wie die COPD (chronisch obstruktive Lungenerkrankung), wird verhindert; bei bestehender Erkrankung kommt das Fortschreiten zum Stillstand
Nach 5 Jahren →
- Das Risiko für Krebs in Mund, Kehlkopf, Speiseröhre und Harnblase halbiert sich
Nach 10 Jahren →
- Ihr Schlaganfallrisiko sinkt innerhalb von 5-10 Jahren auf das Niveau von Menschen, die nie geraucht haben
- Das Risiko für Lungenkrebs sowie für Krebs in Mund, Kehlkopf, Speiseröhre, Harnblase, Niere und Bauchspeicheldrüse nimmt weiter ab
Nach 15 Jahren →
- Das Risiko für koronare Herzerkrankungen und Herzinfarkt entspricht dem von Menschen, die nie geraucht haben

Welche Probleme können beim Rauchstopp auftreten?

Neben seinen vielen gesundheitsgefährdenden Wirkungen führt das Rauchen zu einer Nikotinabhängigkeit. Wenn die beim Rauchen aufgenommene Nikotinzufuhr mit dem Rauchstopp endet, können einige Beschwerden auftreten, die als Nikotinentzugssymptome bezeichnet werden.
• Gereiztheit, Anspannung
• Kopfschmerzen
• Schwindel
• Konzentrationsschwierigkeiten
• Unruhe
• Schlaflosigkeit oder vermehrter Schlaf
• Gesteigerter Appetit
• Depressive Stimmung
• Mundtrockenheit, Mundgeschwüre
• Verstopfung

Wie geht man mit Situationen um, die Rauchverlangen auslösen?

• Sich immer wieder bewusst machen, warum man mit dem Rauchen aufgehört hat und welche guten Gründe es dafür gibt
• Sich von Situationen fernhalten, die Sie belasten und herausfordern
• Spazieren gehen und Sport treiben
• Viel trinken (Wasser, Kräutertees)
• Statt zur Zigarette sollte man zu kalorienarmen Snacks (Obst usw.) greifen
• Andere Beschäftigungen finden, die die Aufmerksamkeit von der Zigarette ablenken, und bei Bedarf die Umgebung wechseln

Worauf ist zu achten, um beim Rauchstopp nicht zuzunehmen?

• Viel Gemüse und Obst essen
• Auf Nüsse verzichten
• Viel trinken, die Getränke sollten jedoch fettfrei oder fettarm und kalorienarm sein, und auf koffeinhaltige und alkoholische Getränke sollte verzichtet werden
• Mageres Fleisch (vorzugsweise weißes Fleisch) und Fisch essen
• Fettige und zuckerhaltige Lebensmittel möglichst reduzieren
• Zuckerfreien Kaugummi oder Kaugummi mit Süßstoff zu kauen hilft, die Gewohnheit, etwas an den Lippen zu haben, zu bewältigen.

Diese Antworten dienen nur der allgemeinen Information; wenden Sie sich für Diagnose und Behandlung an Ihren Arzt.